online-artikel.de | 15.05.2009 - Medizin & Gesundheit
(Online-Artikel.de) - Serie: Volkskrankheiten vorbeugen und heilen – ohne Arzt!
Im Allgemeinen sind Pilze schöne Gewächse. Wir erfreuen uns an ihrem Anblick, wenn sie im Sommer und Herbst in voller Pracht am Waldrand gedeihen. Doch spätestens, wenn es zwischen den Zehen juckt und sticht, wenn die Haut abblättert oder gar Zehennägel beginnen sich abzulösen, ist es Zeit, den Pilz am Menschen, Fußpilz oder lateinisch Tinea pedis genannt, zu bekämpfen.
Als Sportschwimmer verbringe ich viel Zeit in Badeanstalten. Bei der zweifelsfrei positiven Wirkung des Schwimmens habe ich mir jedoch mehr als einmal einen lästigen Fußpilz eingefangen. Nicht wirklich zufrieden mit den Erklärungen und Maßnahmen meines Hautarztes, begann ich mich vertiefend mit dem Thema zu befassen.
Fußpilz ist wahrhaft die Volkskrankheit Nummer eins. Es wird nur wenige Erwachsene im fortgeschrittenen Alter geben, die nicht wenigstens schon einmal darunter gelitten haben. Man schätzt, dass 10-20% aller Erwachsenen häufig oder ständig darunter leiden. Eine Fußpilzerkrankung erkennt man selbst schnell am äußeren Erscheinungsbild. Starke Schuppung zwischen den Zehen oder an Fußsohlen, meist verbunden mit Juckreiz. In schweren Fällen kommt es auch zu schmerzhaften Hautrissen mit hin zu Flüssigkeitsabsonderungen.
Viele kümmern sich nicht darum und lassen den Pilz geruhsam weiter gedeihen. Der Großteil sucht Hilfe und Rat bei einem Arzt oder in der Apotheke, die dem Übel in der Regel mit einem Antimykotikum, einer pilztötenden Salbe oder Spray, zu Leibe rücken.
In den meisten Fällen kann man den Pilz jedoch selbst behandeln und sich den Weg zum Arzt sparen. Dabei sollte man wissen, dass die Hauptursache des Pilzes in einem gestörten Säure-Baseverhältnis liegt. Verantwortlich dafür neben einem falschen Schuhwerk ist auch die Ernährung.
Die gute alte Kernseife gleicht zumindest äußerlich dieses Missverhältnis aus. Betroffene sollten zweimal täglich, morgens und abends, erkrankte Partien in warmer Kernseifenlauge 10-15 Minuten baden und anschließend gut abtrocknen. Nach zwei bis drei Wochen dürfte der Fußpilz besiegt sein. Der Sicherheit wegen sollte die Eigenbehandlung ein bis zwei Wochen länger durchgeführt werden.
Wenn sich nach drei Wochen kein Erfolg eingestellt hat, kann man immer noch einen Arzt aufsuchen. Unterstützend und auch vorbeugend wirken weitere Maßnahmen:
Was für den Fußpilz gilt, gilt in gleichem Maße auch für den Nagelbettpilz. Hier sollte man jedoch nicht lange warten und sofort mit einer Behandlung beginnen. Man erkennt Nagelbettpilz daran, dass sich zuerst unterhalb des Nagels leichte gelblich-braune Verfärbungen bilden. Im nächsten Stadium beginnt der Nagel sich aufzuwölben. Im Endstadium löst er sich ab.
Hautärzte verschreiben gern pilztötende Tabletten, die man über einen längeren Zeitraum, bis zu einem halben Jahr, einnehmen muss. Leider haben viele dieser Medikamente ernorme Nebenwirkungen. Durchfallerscheinungen sind dabei eher die harmlosen. In ganz seltenen Fällen kann sogar die Leber kollabieren. Daher sind regelmäßige Leberwertkontrollen notwendig.
Warum jedoch sollte sich ein organisch gesunder Mensch diesen Strapazen aussetzen? Hat man bereits Vorerkrankungen ist das Risiko noch höher.
Man kann sich aber auch hier selbst helfen. Früher hat man in der Armee die betroffenen Zehennägel einfach gezogen und dann die Haut behandelt. Heute jedoch wird das kaum noch ein Arzt machen.
Mit Hilfe der Klinge eines Bleistiftanspitzers kann man jedoch die betroffenen Stellen bzw. die Fußnägel großzügig selbst bis zur Haut abschleifen. In der Wachstumszone, dort wo der Nagel sichtbar wird, ist jedoch Vorsicht geboten. Auch sollte man darauf achten, dass die Haut unterhalb des Nagels nicht verletzt wird und blutet, denn Blutverkrustungen behindern die nachfolgende Behandlung. (...) www.arnefrentzel.de.tl
Quelle: http://www.online-artikel.de
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